Das grösste Hanfhaus Europas - Openly Valley I
Ein innovativer Holzbau erweitert die Grenzen nachhaltigen Bauens. Das Mehrfamilienhaus in Widnau vereint zukunftsweisende Technologien mit traditionellen Baustoffen. Der Gebäudekern im Untergeschoss sowie das Treppenhaus wurden aus selbst entwickeltem Pflanzenkohle-Beton errichtet. Besonders bemerkenswert ist der Einsatz von 400m3 Hanfbeton und 2.600m2 Hanfziegeln. Die innovative Materialwahl führt zu einer CO2-Einsparung von etwa 900to gegenüber konventioneller Massivbauweise.
Die Gebäudephysik wird durch 400to Lehmschüttung in den Decken sowie 48to Lehmbauplatten in den Wohnungstrennwänden optimiert. Diese Speichermasse unterstützt die Passivität des Holzbaus. Die gute Qualität wurde durch die Minergie-P-Zertifizierung und Förderung bestätigt. Durch die im Haus gespeicherte passive Energie gelang es, den Heiz- und Kühlenergiebedarf massiv zu senken, sodass der Ertrag der Photovoltaikanlage Anlage das Gebäude zum Plusenergie MFH macht.
Openly Valley II
Mit dem zweiten Gebäude der Openly-Reihe wird der Anspruch an kreislauffähige, CO₂-negative Bauweisen weiter geschärft. Drei zentrale Innovationen prägen den aktuellen Baufortschritt:
· die Hanfkalk-Wände werden in einem Stück vorfabriziert – inkl. den Elektroinstallationen. Gegenüber dem Openly I wird auf eine Vormauerung verzichtet.
· erstmals kommt eine Holz-Lehm-Verbunddecke zum Einsatz. Diese Decke kombiniert eine tragende Holzkonstruktion mit einer massiven Lehmauflage als Speichermasse. Das ganze Element wird vorgefertigt, optimiert für Akustik, Brandschutz, sommerlichen Wärmeschutz und Wohnklima.
· die Innenwände als vorgefertigte Holzrahmenelemente mit Lehmplatten realisiert.